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Die Thermographie findet in Industrie und Gewerbe immer mehr Anwendungen. Der Check von wärmetechnischen und elektrischen Anlagen bringt Licht ins Dunkle – bevor es zu spät ist. Maschinen laufen zu heiß oder im Schaltschrank ist ein Wackelkontakt. Bevor die Anlage oder gar die ganze Fertigung ausfällt, lassen sich mit einer Thermographie frühzeitig Ausfälle vermeiden und das bei laufender Fertigung.

Ein fehlerhafter Schraubanschluss hat bei Temperaturen von 400 ° C bereits das Kupfer verfärbt.

Thermographie ist vereinfacht gesagt eine fotografische Aufnahme einer Oberfläche. Mit Hilfe dieser Aufnahme werden Oberflächentemperaturen von Gegenständen als Farbverlauf dargestellt. So weist die Darstellung auf Schwachstellen von Geräten und Maschinen hin, z. B. auf eine zu heiß laufende Motorwelle, ein Leck in einem Wärmeverteilsystem oder einen Wackelkontakt im Schaltschrank.

Dass vorbeugende Instandhaltung deutlich günstiger ist als Fertigungsausfälle, erkennen immer mehr Unternehmen. Große Industriebetriebe haben längst in eigene Thermographiesysteme investiert. Für kleine und mittlere Unternehmen rechnet sich die Investition von 20.000 Euro und mehr pro System nicht. Für sie ist es wirtschaftlicher, eine thermografische Analyse durch einen externen Dienstleister erstellen zu lassen.

Hier kommt man zur Überprüfung kaum heran:
Ein fehlerhafte Klemmverbindung bei einem Stromschienensystem.

Fachleute empfehlen einen jährlichen Check an Maschinen und Anlagen zur Vermeidung kostspieliger Ausfälle. Diese kündigen sich meist früh durch steigende Temperaturen an. Mit Hilfe einer Thermographie lassen sich überhitzte Anlagenteile und lockere Verbindungen sofort erkennen. Ein direkter Kontakt zum Aufnahmeobjekt ist nicht erforderlich, so können auch unter Spannung stehende Anlagenteile untersucht werden.

Ein heiß gelaufenes Lager, das vor dem Ausfall der Maschine dank Thermografie entdeckt wurde.

E.ON Mitte Vertrieb fördert vorbeugende Instandhaltung durch Thermographie
E.ON Mitte Vertrieb fördert Thermographie-Untersuchungen zur Fehlersuche oder Anlagenüberprüfung in Industrie- und Gewerbebetrieben. Voraussetzung ist ein bestehender Strom- bzw. Erdgasliefervertrag mit E.ON Mitte Vertrieb. Die Förderung beträgt ab einem Mindestauftragswert von 150 Euro 30 Prozent der Kosten, maximal 100 Euro pro Betrieb.

Bestandteile der Messung sollten sein: Aufnahmen der untersuchten Anlagenteile und Kurzbeschreibungen der auffälligen Stellen. Die Förderung muss vor Beginn der
Maßnahme beantragt werden.
Die Vertriebsbüros informieren Sie fachgerecht rund um das Thema Thermographie und nehmen Ihren ausgefüllten Förderantrag entgegen. Hier erfahren Sie auch Adressen von Ingenieurbüros, die solche Untersuchungen durchführen.

Überlastung oder zu geringer Klemmdruck bei einer NH-Sicherung.

Wie funktioniert Thermographie?
Jeder Körper mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunkts
(–273,15 ° C) sendet elektromagnetische Strahlung aus. Thermographiekameras nutzen einen Teil dieses elektromagnetischen Spektrums. Sie messen die Intensität der Infrarotstrahlung und bestimmen daraus die Oberflächentemperatur.

In einem weiteren Schritt werden den Temperaturwerten dann so genannte Falschfarben zugeordnet , weil im Gegensatz zur Fotografie, bei der das aufgenommene Motiv mit „Echtfarben” wiedergegeben wird, hier die eigentlich unsichtbare Infrarotstrahlung mit frei wählbaren Farben sichtbar gemacht wird. Dafür stehen verschiedene Farbpaletten zur Verfügung. Oft werden hohen Temperaturen grün-blaue Farbtöne entsprechend den Regenbogenfarben zugeordnet. Graustufige Darstellungen erinnern an Schwarzweiß-Negative, so genannte „Glühfarben” stufen die Temperaturwerte in rot-gelbwerte entsprechend den Farbstufungen von glühenden Eisen ab.

Mit bloßem Auge nicht erkennbar: Eine lose Schraubverbindung lässt sich leicht beheben.

So entsteht ein Wärmebild, das die Fachleute „Thermogramm” nennen. Es zeigt die Temperaturverteilung auf der Oberfläche des aufgenommenen Messobjektes. Mit Hilfe des Thermogramms ist es nun unter anderem möglich, unzulässig hohe Erwärmungen, z.B. an der elektrischen Verbindungsstelle in einem Schaltschrank zu erkennen.

Förderantrag als PDF

Sie können den Antrag direkt am Bildschirm ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben und uns per Post oder per Fax zusenden.
Förderantrag Thermographie (PDF, 184 KB)
Flyer "Thermographie für Gewerbe und Industrie" (PDF, 60 KB)